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75% der Frauen wissen nicht, daß ihre Fruchtbarkeit abgenommen hat

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 “Wenn man als Frau mit 40 noch ein Kind möchte, so liegt die Wahrscheinlich keines zu bekommen bei 36%“

Valérie Vernaeve

 

Valérie Vernaeve ist mit 43 Jahren und Mutter von zwei Töchtern gegenwärtig die Leiterin der Klinik EUGIN. Ihr liegt es vor allem am Herzen, den Frauen zu helfen, ein Kind zu bekommen und ihnen Mithilfe der Techniken der künstlichen Befruchtung die Möglichkeit zu geben, Mutter zu werden. Ein Tätigkeitsbereich, der, wie sie selber zugibt, aufgrund seiner ständigen Entwicklung sehr stimulierend und abwechselnd ist. In einem kurzen Gespräch versuchen wir mit ihr einige Zweifel aus dem Weg zu räumen, mit denen die Frauen oft konfrontiert werden.

Ist es denn schwer, schwanger zu werden?

Also einfach ist es nicht. Der Mensch ist sehr komplex. Bei einer jungen Frau beträgt die monatliche Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden 15% und bei über 40-jährigen gar nur 5%. Wenn man als Frau mit 40 Jahren noch ein Kind möchte, so liegt die Wahrscheinlichkeit keines zu bekommen bei 36%.

Warum haben die Frauen Schwierigkeiten, wenn sie sich entscheiden, schwanger zu werden?

Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle; es kann neben anderen weniger häufig auftretenden Gründen u. a. zu Probleme beim Eisprung und in den Eileitern kommen oder die Eizellen können eine schlechte Qualität aufweisen.

Eine schlechte Qualität der Eizellen?

Ja, und das Alter spielt hier eine ganz wichtige Rolle, denn auch die Eizellen werden älter. Im Laufe der Jahre treten bei ihnen mehr Anomalien auf. Damit wir uns ein genaues Bild davon machen können, unter 35 Jahren liegt der Anteil abnormaler Embryonen bei 56%, ab 41 Jahren aber schon bei über 79%.

Dies ist ein anstrengender Kampf gegen die Zeit für uns Frauen…

Ja, denn es gibt zwei Faktoren, die einen großen Einfluß auf unsere Fruchtbarkeit haben, nämlich die Anzahl der Eizellen und ihre Qualität.

Auch ihre Anzahl?

Ja, denn die Anzahl der Eizellen nimmt mit dem Alter ebenfalls ab. Diese Anzahl ist bereits bei der Geburt festgelegt. Alle Frauen haben von ihrer Geburt an eine bestimmte Einzellenreserve, die zwischen einer und zwei Millionen beträgt. Mit Beginn der Pubertät haben wir noch ca. 400.000 Eizellen und mit 35 Jahren nur noch 10% dieser Eizellen, die zudem auch noch eine schlechtere Qualität haben als im Jugendalter.

Sind wir generell ausreichend über unsere Fruchtbarkeit informiert?

Seltsamerweise wissen nach einer erst kürzlich durchgeführten Umfrage 75% der Frauen nicht, daß ihre Fruchtbarkeit abgenommen hat.

Was würden Sie einer Frau mit derartigen Problemen sagen, die sie auch niemandem erzählt hat?

Daß sie sobald wie möglich einen Spezialisten aufsucht und nicht mehr Zeit verliert. Wie bereits erwähnt spielt die Zeit hier eine entscheidende Rolle. Ich würde ihr sagen, daß sie sich beruhigen soll, daß diese Probleme nicht nur sie, sondern viele andere Frauen betreffen, und das wichtigste, daß sie es auch schaffen kann, denn dafür gibt es Lösungen.

Welcher Fall hat Sie im Laufe Ihrer langjährigen Erfahrung als Spezialistin auf diesem Gebiet besonders beeindruckt?

Vielleicht der einer jungen Frau, die nur noch wenig Eizellen hatte und nicht auf eine Eizellenspende zurückgreifen wollte. Schließlich konnten wir mit einer speziellen Behandlung ihre Eizellen regenerieren und im dritten Versuch wurde sie dann auch schwanger.

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