Sobre nosotros

Startseite > Assistierte Reproduktion - Fragen > Stammzellen: für assistierte Reproduktion ist es noch zu früh

Stammzellen: für assistierte Reproduktion ist es noch zu früh

329
0

Der European Society of Human Reproduction and Embryology zufolge zeigt der Einsatz von Stammzellen im Bereich Fruchtbarkeitsbehandlungen noch keine Wirkung

Stammzellen: für assistierte Reproduktion ist es noch zu früh

 

Die Anwendung der Regenerationsfähigkeit von Stammzellen auf Fruchtbarkeitsprobleme ist derzeit noch Zukunftsmusik. Dies geht aus einer Studie hervor, die in der letzten Ausgabe der von der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) herausgegebenen wissenschaftlichen Zeitschrift Human Reproduction veröffentlicht wurde.

Angesichts des großen Patienteninteresses für den Einsatz von Stammzellen in der assistierten Reproduktion hat die ESHRE einen Konsens der Mitglieder der Sonderinteressensgruppe für Stammzellen der ESHRE erreicht. Sie haben an einer gemeinsamen Studie unter der Leitung von Dr. Rita Vassena, Mitglied des Direktoriums dieser europäischen Organisation und wissenschaftliche Leiterin der Klinik Eugin, teilgenommen.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass „Behandlungen mit Stammzellen in Bezug auf fruchtbarkeitsbezogene Veränderungen nicht durchführbar sind“ und dass „es aktuell keine erwiesenermaßen wirksamen Therapiemöglichkeiten auf der Basis von Stammzellennutzung gibt, die die Reproduktionsfunktion verbessern oder damit verbundene Probleme lösen könnten”. Zudem „gibt es keine erwiesenermaßen wirksamen Mittel mit Stammzellen, die die Reproduktionsfunktion verbesserten”.

Die Experten für assistierte Reproduktion rufen zur Vorsicht auf

„Die Ergebnisse der veröffentlichten Studie mahnen zu einer gewissen Vorsicht in Bezug auf die Nutzung von Stammzellen für Fruchtbarkeitsbehandlungen. Deren Wirksamkeit ist nicht bewiesen; dies belegen die Forschungsergebnisse“, so Dr. Vassena. „Man muss im Hinterkopf behalten, dass die Zellen, mithilfe derer wir uns fortpflanzen ¬– Eizellen und Spermien –, sehr komplex sind und dass der menschliche Körper im Laufe des Prozesses viele Qualitätskontrollen durchführt.

Diese komplizierten Schritte in vitro nachzubilden, ist enorm schwierig. Aktuell untersuchen wir noch, wie der Reifeprozess der Gameten – Fortpflanzungszellen eines männlichen oder weiblichen Lebewesens – in vitro abgeschlossen werden kann. Derzeit sind die einzigen wirksamen Optionen die In-vitro-Fertilisation – mit Verfahren wie z.B. ICSI, die auf der Auswahl der besten Spermien basieren – und die Eizellspende.“

Aus diesem Grund betont die European Society of Human Reproduction and Embryology, dass „Patienten und Ärzte nicht fundierten Bekanntmachungen zu Verbesserungen in bestimmten medizinischen Situationen skeptisch gegenüberstehen sollten“.

Die Veröffentlichung mit Titel „Stammzellen: bereit für den Patienten?“ hat bestehende wissenschaftliche Studien und klinische Versuchsreihen analysiert, bei denen es um den Einsatz von Stammzellen zu Therapiezwecken im Bereich assistierte Reproduktion, wie z.B. die Schaffung von Eizellen und Spermien, geht.

 
Haben Sie eine Frage? Dann schreiben Sie einen Kommentar und unsere Spezialisten beraten Sie gerne persönlich. Sie können uns auch auf sozialen Netzwerken folgen.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Hinterlasse einen Kommentar

Empfohlene Beiträge

Start typing and press Enter to search