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Ein normales Leben nach einem Embryotransfer

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Wir empfehlen nach einer Behandlung regelmäßige körperliche Betätigung, da sie hilft, den Stress abzubauen

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Soll ich mich nach der Behandlung schonen oder nicht? Diese Frage stellen sich viele Frauen nach einem Embryotransfer. Eine Frage, der man in letzter Zeit mit zahlreichen Untersuchungen nachgegangen ist und deren Ergebnisse nun etwas Licht in dieses Dilemma bringen. Zum jetzigen Zeitpunkt kommt man zu dem Schluss, dass es gegenwärtig keine Beweise dafür gibt, dass eine Schonung –auch nicht unmittelbar nach dem Embryotransfer– die Erfolgsrate der Behandlung verbessert. Eher das Gegenteil ist der Fall: man empfiehlt den Frauen, ihr Leben so normal wie möglich weiterzuführen.

Vor einigen Jahren war es noch so, dass die Patientinnen sich selbst in den ersten 24 Stunden nach der Behandlung Bettruhe verordneten. Die Mehrzahl von ihnen glaubte, dass die Schwerkraft sich nachteilig auf den Embryo auswirken oder ihn verlagern könnte, was viele Frauen dazu veranlasste, sich ruhig hinzulegen.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben mittlerweile jedoch bewiesen, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass eine Bettruhe die Ergebnisse des Transfers verbessert. Ganz im Gegenteil: diejenigen Frauen, die in den genannten klinischen Studien sich nach dem Embryotransfer körperlich normal betätigt haben, erreichten sogar bessere Resultate in der Implantation und der Schwangerschaft, als diejenigen, die sich für eine Bettruhe entschieden, auch wenn diese Verbesserung der Resultate statistisch betrachtet kaum eine Rolle spielt.

Der Einfluss der Schwerkraft ist ein Irrglaube
Zu glauben, dass die Schwerkraft die Möglichkeit der Implantation des Embryos beeinflusst ist völlig falsch. Bei der Mehrzahl der Frauen hat die Gebärmutter eine nach vorne gekrümmte Position, die dafür sorgt, dass die Gebärmutter nahezu horizontal bleibt, wenn die Frau steht, als wenn sie liegt, also wenn die Gebärmutter sich in eher vertikaler Lage befindet. Zudem wurden mehrere Studien durchgeführt, in denen man durch Ultraschalluntersuchungen festgestellt hat, dass die Position einer mit dem Embryo transferierten Blase sich nicht verändert, egal ob die Frau nun danach aktiv blieb oder sich 15 Minuten lang hingelegt hatte.

Sehr empfehlenswert ist der Abbau von Stress
Wir wissen, dass der Zeitpunkt nach dem Embryotransfer eine hohe emotionale Belastung für die Frau bedeutet. Aus diesem Grund empfehlen wir auch allen Frauen, diesen Moment nicht alleine zu verbringen, sondern zusammen mit ihrem Partner, einer engen Freundin oder einem Familienmitglied, da dies zu ihrer Beruhigung beiträgt.

Desweiteren empfehlen wir unmittelbar nach der Behandlung, die übliche körperliche Betätigung wieder aufzunehmen, um so den Stress abzubauen. Dies bedeutet also, dass man nach dem Embryotransfer nicht nur ein normales Leben weiterführen kann, sondern es ist sogar sehr empfehlenswert.

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Bezugsquellen

1. Bed rest after embryo transfer: is it harmful? M. Küçük. Department of Obstetrics and Gynaecology, Faculty of Medicine, Adnan Menderes University, Turkey. November 2012

2. Ultrasonographic Evidence that Bedrest after Embryo Transfer Is Useless Marieke J. Lambers Cornelis B. Lambalk Roel Schats Peter G.A. Hompes. Department of Obstetrics, Gynecology and Reproductive Medicine, VU Medical Center, Amsterdam, The Netherlands. July 2009

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4. Bed rest after embryo transfer negatively affects in vitro fertilization: a randomized controlled clinical trial Sharayu Gaikwad, M.D., Nicolas Garrido, Ph.D., Ana Cobo, Ph.D., Antonio Pellicer, M.D., and Jose Remohi, M.D. Instituto Valenciano de Infertilidad Valencia and Universidad de Valencia, Valencia, Spain. May 2013

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