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Der schwanzteil des spermiums könnte die qualität des spermas bestimmen

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Aus der von der Gruppe Eugin und dem Centre for Genomic Regulación (CGR) beim Kongress der  European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) vorgestellten Studie geht Folgendes hervor

  • Es wurden erstmals Veränderungen im Schwanzteil des Spermiums festgestellt, die bei anderen Lebewesen, z.B. Seeigel und Fliege, bereits bekannt sind und die eine entscheidende Rolle für die Spermaqualität spielen können.
  • Die Qualität des Spermas sinkt jährlich um 1 % und 40 % der Fruchtbarkeitsprobleme bei Paaren sind auf Ursachen beim Mann zurückzuführen. 

Die europaweit im Bereich assistierte Reproduktion führende Gruppe Eugin und das Centre for Genomic Regulation (CRG), eine internationale biomedizinische Exzellenz-Forschungseinrichtung, haben den Jahreskongress der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE), der heute in Helsinki (Finnland) zu Ende geht, als Rahmen gewählt, um gemeinsam erzielte neue Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit männlicher Unfruchtbarkeit vorzustellen.

Konkret beschreibt die Studie mit dem Titel „Die Verteilung der posttranslationalen Modifikationen des Tubulins identifiziert den Endbereich des Spermiums als möglichen Marker für Spermaqualität“ erstmals das Vorhandensein von Veränderungen am Schwanzteil des menschlichen Spermiums, dem sogenannten Flagellum, die zu einem besseren Verständnis der Spermaqualität sowie zur Verbesserung von Unfruchtbarkeitsdiagnosen beitragen werden. Die Studie ist ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. In diesem Fall handelte es sich um die Kombination aus der Erfahrung im Bereich assistierte Reproduktion seitens der Gruppe Eugin und der Spitzenforschung im Bezug auf das Zytoskelett und die Funktion der Mikrotubuli in Zellen seitens der von Isabelle Vernos geleiteten Gruppe am Centre for Genomic Regulation.

Die Veränderungen, die am Schwanzteil des Spermiums auftreten, wurden zuvor bereits bei anderen Lebewesen wie Fliegen und Seeigeln beobachtet,  jetzt jedoch erstmals beim Menschen beschrieben. „Bei anderen Lebewesen wurde festgestellt, dass die Spermien Beweglichkeits- und Funktionsschwierigkeiten haben, wenn solche Veränderungen vorliegen“, so Dr. Isabelle Vernos, ICREA-Forschungsprofessorin, Gruppenleiterin am Centre for Genomic Regulation und Mitverfasserin der Studie. „Aus diesem Grund sind die gemachten Entdeckungen vielversprechend: Der Endbereich des Schwanzteils des Spermiums könnte neue Möglichkeiten für die Suche nach Indikatoren aufzeigen, die Aufschluss über die Spermaqualität geben.“

Die Studie wurde durch die molekulare Beobachtung des Tubulins in Spermien ermöglicht. Es handelt sich dabei um einen in den Zellen vorhandenen Eiweißstoff, der für deren Beweglichkeit zuständig ist und aus hohlen schmalen Röhrchen besteht. „Es ist bereits klar, dass der Schwanzteil des Spermiums eine entscheidende Rolle für die Qualität der Beweglichkeit des Spermiums spielt. Wenn wir jedoch besser über die entsprechenden Veränderungen Bescheid wissen, können wir einen Schritt weiter gehen und Informationen über den Gesundheitszustand des gesamten Spermiums erhalten“, so Dr. Rita Vassena, die wissenschaftliche Leiterin der Gruppe Eugin und Mitverfasserin der Studie.

Die 2014 im Grundlagenforschungslabor der Klinik Eugin im Parc Científic in Barcelona sowie in der von Isabelle Vernos geleiteten Forschungsgruppe am Centre of Genomic Regulation begonnene Studie könnte zu einer Verbesserung der Diagnose in Fällen männlicher Unfruchtbarkeit beitragen, die bei mehr als der Hälfte aller Paare mit Fruchtbarkeitsproblemen vorliegt. Die erste Verfasserin der Studie, die Doktorandin Farners Amargant, nimmt an einem Industriepromotionsprogramm teil, einer der regionalen Regierung Generalitat de Catalunya, mit der Talente gefördert, Wissenschaftler ausgebildet und zur Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung der Unternehmenslandschaft beigetragen werden sollen.

Unfruchtbarkeit beim Mann nimmt zu

Jedes sechste Paar hat heutzutage mit Fruchtbarkeitsproblemen zu kämpfen. 40 % aller Fruchtbarkeitsschwierigkeiten sind auf den Mann zurückzuführen, 40 % auf die Frau und bei 20 % sind beide Partner beteiligt.

Das Alter ist bei beiden Geschlechtern der schwerwiegendste Faktor. Der Mann produziert nahezu sein ganzes Leben lang Spermien, doch sie werden im Laufe der Zeit weniger und verlieren ihre Fortpflanzungsfähigkeit. Weitere diesbezügliche Einflussfaktoren stehen in Zusammenhang mit dem Lebensstil oder gesundheitlichen Problemen.

Die Unfruchtbarkeit bei Männern ist im Laufe der vergangenen fünfzig Jahre drastisch gestiegen und es wurde ein fortschreitender Verlust der männlichen Fruchtbarkeit in Höhe von 1 % pro Jahr verzeichnet.

Die Qualität des Spermas von 58 % aller spanischen Männer liegt laut der einzigen in Spanien durchgeführten allgemeinen Studie aus dem Jahr 2008 niedriger als die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegten Parameter.

Eugin, führend in der Forschung im Bereich assistierte Reproduktion

Die Gruppe Eugin, bestehend aus Eugin, CIRH und Biogenesi, stellt beim Kongress der ESHRE, der diese Woche in Helsinki stattfand, insgesamt 11 Studien mit den neuesten Forschungsergebnissen vor.

Das Grundlagenforschungslabor von Eugin ist Teil des Parc Científic in Barcelona. In diesen hochmodernen Räumlichkeiten führt das Spezialistenteam von Eugin fortschrittliche Untersuchungen durch, die zur Vertiefung der Kenntnisse in Bezug auf menschliche Fruchtbarkeit dienen.

Es werden auch wissenschaftliche Projekte in Kooperation mit Arbeitsgruppen von Forschungszentren wie dem Centre for Genomic Regulation von Barcelona und europäischen Hochschulen wie der Universität Barcelona, Universität Pompeu Fabra, Universidad Autónoma de Barcelona, Universität Mailand, Universität Sassari und Universität Cardiff durchgeführt.

Die wissenschaftliche Leiterin von Eugin, Dr. Rita Vassena, ist Mitglied des Direktoriums der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE), zu deren Gründern der Vater der assistierten Reproduktion, der bereits verstorbene Nobelpreisträger Robert Edwards gehört. Der Gesellschaft gehören Tausende von Spezialisten aus aller Welt an.

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